August 2008: neun Kinder, 
zusammengepfercht auf vier Quadratmetern 


Mädchen und Jungen werden 
hier gemeinsam eingesperrt. 
Ihre "Verbrechen": Klebstoffschnüffeln, Herumlungern, kleinere Diebstähle

 

Gitter ist Gitter:  Staatliche "Therapie"-Zentren gleichen Gefängnissen 

In den Philippinen wurde 2006 ein Gesetz verabschiedet, das das Einsperren von Kindern unter 15 Jahren ins Gefängnis verbietet. Inzwischen werden Straßenkinder jedoch in Zellen eingesperrt, die in staatliche, sogenannte Therapie- und Sozialzentren eingebaut wurden.

Tatort-Entwicklungshelfer Lino Canete machte dort heimlich Fotos. Sie dokumentieren: Es gibt oft keinen Unterschied zwischen Knast und staatlichem Heim, die Zustände sind genauso skandalös!

Dem PREDA Jail-Rescue-Team gelingt es immer wieder, Kinder und Jugendliche aus solchen Zellen zu befreien. Lino Canete in einer E-mail an den Tatort-Verein: "Das Zentrum hier ist ein drop-in Center des Sozialamtes in Navotas, Manila. Die Fotos haben wir am 12. August 2008 gemacht. 

Wir haben schon Druck auf die Stadt von Navotas ausgeübt, indem ich mit den Sozialarbeitern dort gesprochen habe. Pater Shay hat sich mit dem Bürgermeister getroffen. Allein im August haben wir 11 Jugendliche aus dem Zentrum herausholen können. Gestern waren wir in Manila, 6 Jungen wurden vom Jail Rescue Team gerettet. Bald geht es woanders weiter, wir bleiben dran!" 

Pater Shay Cullen, Leiter von PREDA, betont den Unterschied zwischen seiner Einrichtung und staatlichen Heimen. Alle Minderjährigen halten sich freiwillig bei PREDA auf: "Wer gehen will, kann jederzeit weg. Es gibt keine Gitter und keine Zäune." 

Doch fast alle Kinder bleiben: Über 90 Prozent der befreiten Gefängniskinder ergreifen die Chance, bei PREDA leben zu können und einen besseren Start ins Leben zu finden.

Der Tatort-Verein unterstützt PREDA dabei nach Kräften.

 

Dietmar Bär besuchte Projekt in den Philippinen 

Im Mai 2008 besuchten Dietmar Bär und Ulrike Thönniges vom Tatort-Verein das neue Ausbildungszentrum von PREDA. Dort nahmen sie an der Einweihungsfeier nach der ersten Bauphase teil.

Das Zentrum betreut befreite Gefängniskinder und -jugendliche. Es bietet ihnen die Möglichkeit zu einer handwerklichen Ausbildung und in der Landwirtschaft. In einer zweiten Bauphase entsteht dort auch ein Wohnheim, um die Kapazitäten zu erweitern.

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Lino Cañete als Entwicklungshelfer in den Philippinen 

Im Dezember 2007 hat der Tatort-Verein Lino Cañete als Entwicklungshelfer in die Philippinen entsandt. In Zusammenarbeit mit Misereor und der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungshilfe (AGEH) wird er unsere Partnerorganisation PREDA bei ihrer Gefängniskinderarbeit unterstützen.

Lino Cañete kehrt in seine Heimatstadt Olongapo zurück, nachdem er mit seiner Familie mehrere Jahre in Mainz gelebt hatte. Als Sozialarbeiter und Politikwissenschaftler ist er für seine Aufgabe bestens qualifiziert.

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Gefängniskinder und Kinderrechte als Thema im Schultheater

Unser Jugendtheaterstück mit dem Titel "KNASTKINDER" findet ein großes Echo bei deutschen Schulen. 

Mehr als 60 Gruppen mit über tausend Schülerinnen und Schülern zeigen es 2008 in mehr als hundert Aufführungen.

Sie setzen ein Zeichen der Solidarität mit einer Million gefangener Kinder in der ganzen Welt.

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Prominente Darsteller finden in philippinischen Gefängnissen grauenhafte Zustände für Kinder vor

Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär und Joe Bausch, bekannte Schauspieler in den Kölner WDR-Tatorten, reisten nach Manila, um Kinder in den dortigen Gefängnissen zu besuchen.
Sie wollten sich mit eigenen Augen von der furchtbaren Situation der eingesperrten Kinder überzeugen. Bei "Stern TV" berichteten sie über ihre Erlebnisse.
Die Sendung (knapp 30 Min.) kann hier als DVD bestellt werden.

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Pressemitteilung zum Download

 

 

Werden Kinderrechte in den Philippinen künftig besser beachtet?

Am 15. Mai 2006 hat die philippinische Präsidentin ein neues Gesetz zur Strafmündigkeit von Minderjährigen unterzeichnet. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren dürfen nicht mehr inhaftiert werden, sondern müssen in geeignete Jugendhilfe-Einrichtungen. 
Shay Cullen von der PREDA-Stiftung und Partner des Tatort-Vereins, führt diesen großen Erfolg auf den Druck von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt - auch aus Deutschland - zurück. 
Gleichzeitig ist er skeptisch, was die Umsetzung eines künftigen Gesetzes in die Wirklichkeit angeht: "Es wird Jahre benötigen, bis sich für die vielen Kinder etwas ändert. Bis dahin brauchen sie weiterhin dringend unsere Hilfe!"

PREDA und seine Partner werden die Umsetzung des Gesetzes kritisch begleiten. Gleichzeitig werden  - falls wirklich viele Kinder entlassen werden - zahlreiche Hilfsangebote notwendig, um die befreiten Kinder zu betreuen, die nicht zu ihren Familien zurückkehren können.

 

 

 

 

 

 

Deutsche Post World Net unterstützt philippinische Farmer durch fairen Handel

Auf Anregung des Tatort-Vereins kauft die Deutsche Post künftig fair gehandelte Mango-Produkte über die Fairhandelsgenossenschaft dwp eG. Jedes Jahr verschenkt der Konzern allein in Deutschland über zwei Millionen Minitüten Gummifiguren, z.B. als Give away bei Veranstaltungen, Streuartikel auf Messen oder als kleine Aufmerksamkeit in den Filialen. Von den fair gehandelten Mangos profitieren nicht nur die Farmer und ihre Familien durch die erhöhte Abnahme an Mango-Früchten. Gleichzeitig geht mit dem Einkauf der fair gehandelten Produkte ein fester Spendenanteil an den Tatort-Verein.
„Unser Engagement zeigt, dass nachhaltige Entwicklung auch mit kleinen Projekten gefördert werden kann“, so Monika Wulf-Mathies, Zentralbereichsleiterin Politik und Nachhaltigkeit bei Deutsche Post World Net. „Wir wollen als Großunternehmen eine Vorreiterrolle spielen und freuen uns, wenn weitere Firmen diesem Beispiel folgen und fairen Handel unterstützen.“

warum die Mango-Produkte so wichtig sind ...