Kinder brauchen keinen Knast –
sondern ein liebevolles Zuhause.

Perspektiven schaffen!
durch bessere Nahrungsmittelversorgung
für Aidswaisen in Kinderhaushalten.

Medizinische Grundversorgung in Müllbergsiedlungen

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Fairer Handel für nachhaltige Armutsbekämpfung.

Gleicher Schulstart für Kinder jeder Herkunft.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

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Impfkampagne Cebu

Cebu-City, Hauptstadt der gleichnamigen Insel in den Central Visayas, ist als wichtiges Handelszentrum ein Anziehungspunkt für die arme Bevölkerung des Landes und der umliegenden Inseln. Aufgrund der prekären Situation im ländlichen Raum kommen viele Familien mit ihren Kindern in der Hoffnung auf Arbeit zu Tausenden in die Stadt. Hoffnung, die sich schnell in Ernüchterung verwandelt, denn das neue Zuhause findet sich meist in einem der vielen Slums der Stadt. Ärmliche und unhygienische Bedingungen prägen die Umgebung dieser Menschen – doch es kommt noch schlimmer: Als so genannte „Scavengers“ oder Wertstoffsammler betätigt sich auch ein großer Teil der Kinder unter körperlich anstrengendsten und extrem gesundheitsschädigenden Bedingungen auf den örtlichen Mülldeponien. Durch den ständigen Kontakt mit Teil giftigem Müll sinkt die Lebenserwartung dieser Menschen auf die Hälfte des nationalen Durchschnitts. Insbesondere die Kinder sind bereits gesundheitlich vorbelastet durch ernsthafte Erkrankungen der Atemwege, oder durch die Folgen der mangelhaften Ernährung und der unhygienischen Zustände. Vor allem Kinder ziehen sich hier gefährliche, nicht selten tödlich verlaufende Infektionen zu.

Die Organisation German Doctors bietet in Zusammenarbeit mit dem Tatort-Verein medizinische Hilfe in den Slums an. In Form von regelmäßigen Tetanus-Impfungen und der Unterstützung der medizinischen Grundversorgung mit der rollenden Ambulanz der German Doctors wollen sie so die Gefahr von Erkrankungen eindämmen und den Menschen ein längeres Leben ermöglichen. Das Team vor Ort besteht aus einem für 3 Monate entsendeten deutschen Arzt und weiteren lokal-ansässigen Helfern. Die German Doctors e.V. fahren alle zwei Wochen bis zu siebzehn verschiedene Slums an. Pro Standort werden ca. 60-80 Patienten behandelt und ihnen Medikamente zur Verfügung gestellt. Neben den „Müllbergkindern“ werden ebenso Slumbewohner und ethnischen Minderheiten versorgt. Durch die wichtigen Impfungen können sie so bei ihrer gefährlichen Arbeit geschützt werden. Das ist auch wichtig, denn Regierung und Abfallwirtschaft profitieren zwar von der Arbeit der Wertstoffsammler, aber haben wenig Interesse daran, deren bestehende katastrophale Verhältnisse zu ändern.

Das Projekt wurde von 2013-2017 vom Tatort-Verein finanziell unterstützt. Die German Doctors haben die medizinische Versorgung auf Cebu im Sommer 2017 eingestellt.