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20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

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Genitalverstümmelung in Kenia

Rebecca Lolosoli kämpft im Norden Kenias gegen Sitten und Bräuche, die über Generationen hinweg gewachsen sind und von den Samburus als "kulturelle Güter" bezeichnet werden.

"Je mehr wir gemeinsam für ein Ende kämpfen und, vor allem nicht wegschauen, umso höher sind die Chancen, dass dieses Ziel in greifbare Nähe rückt. Die Mädchen in unserem Dorf werden nicht mehr beschnitten.", betont Rebecca Lolosoli.

Zu den tradiotionellen Bräuchen zählt auch die Genitalverstümmelung. Rebecca berichtet in Vorträgen, wie kenianische Frauen in Unmündigkeit leben und wie ihnen Traditionen wie die Genitalverstümmelung als wertvoll verkauft werden. Die weibliche Beschneidung gehört für die meisten afrikanischen Völker noch immer zum Alltag. Lolosoli klärt heute in Schulen darüber auf und erklärt Mädchen und Jungen, dass dieser Braucht keinerlei Vorteile hat. Die Verstümmelung bringt große gesundheitliche Schäden für die Frau mit sich und führt nicht selten zum Tod aufgrund von starken Blutungen.

Die Unwissenheit hierüber ist ein großes Problem. Das ist der Grund, warum Aufklärung und Bildung der Kinder so wichtig ist. Außerdem sollen die Mädchen so früh wie möglich lernen, was ihre Rechte sind und dass sie wertvolle Menschen sind.

Bei den Samburu liegt die Rate der Genitalverstümmelungen bei nahezu 100 Prozent. Der Kreislauf wiederholt sich ständig und kann ohne ausreichende Bildung nicht durchbrochen werden. Dabei stellt ein 2010 erlassenes Gesetz solche Praktiken unter Strafe. In Kenia werden trotz des Verbotes jährlich tausende Genitalverstümmelungen an jungen Frauen durchgeführt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit bis zu 150 Millionen Frauen von der grausamen Praxis betroffen - vor allem in Afrika. Die Prozedur ist grausam: Den Mädchen werden die Klitoris und die äußere Schamlippen entfernt.