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Fairer Handel für nachhaltige Armutsbekämpfung.

Gleicher Schulstart für Kinder jeder Herkunft.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

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Faires Wurfmaterial

Klaus J. Behrendt, Joe Bausch und Dietmar Bär zu Besuch bei den Mangobauern.

Fairer Handel ist bereits seit Jahren ein Thema für uns, seit vielen Jahren setzen wir uns auf den Philippinen zusammen mit PREDA  u.a. für Kleinbauern ein, die Fair Trade Mangos produzieren. Mit unserem Projekt "Jecke Fairsuchung" leisten wir nun einen weiteren Beitrag zur Armutsbekämpfung durch den Fairen Handel und den Einsatz für Kinderrechte.

In der Session 2018/2019 wurden über fünf Tonnen faires Wurfmaterial unter den Jecken verteilt, ein beeindruckendes Ergebnis. Unser Ziel ist, ein Fairer Anteil von 11% der Kosten des gesamten Wurfmaterials im Straßenkarneval! Deshalb sind alle Karnevalsvereine und Aktiven in den Schulen, Städten und Stadtteilen aufgerufen, neben dem "normalen" Wurfmaterial auch "Faire Kamelle" zu werfen!

Jedes Jahr werden in Köln beim Rosenmontagszug rund 300 Tonnen Süßkram unters Volk geschmissen, in Mainz und Düsseldorf je rund 60 Tonnen. Bundesweit werden es eine halbe Millionen Tonnen sein. Traurige Tatsache: Davon landen geschätzte 150 Tonnen im Müll!

 

Was sind Faire Kamelle

Weltweit leben, je nach Betrachtung, bis zu 3,4 Milliarden Menschen unterhalb der Armutsgrenze, die meisten in Afrika, Südasien und Lateinamerika. Häufig sind Prozesse der globalisierten Weltwirtschaft Ursache für diese Armut. Kleinbauern können vom Erlös ihrer Produkte kaum den Lebensunterhalt bestreiten. Faire Kamelle können ihre Situation verbessern: Fairer Handel zahlt angemessene Preise, fördert die selbstständige Vermarktung, unterstützt soziale Projekte vor Ort und trägt so dazu bei, Armut zu verringern. 

Schokolade

Sie wird zu neunzig Prozent in den Industriestaaten vernascht. Der Hauptrohstoff Kakao wird ausschließlich in den Ländern des globalen Südens erzeugt. Bei fair gehandelter Schokolade stammen Kakao und Zucker aus fairem Handel und zum großen Teil aus biologischem Anbau. 

Der Kakaomarkt ist einer der instabilsten Märkte der Welt. In der Vergangenheit war der Markt von starken Preisschwankungen geprägt. Durch den Fairhandels-Aufschlag bekommen die Produzenten einen wesentlich höheren Preis für ihre Kakaobohnen als auf dem Weltmarkt gezahlt wird. Zusätzlich zum Mindestpreis erhalten die Bauern eine Prämie zur Finanzierung sozialer Gemeinschaftsprojekte.

Die Schokoladen der „Jecken Fairsuchung“ werden von GEPA produziert. GEPA bezieht einen Großteil ihres Bio-Rohkakaos für ihre Schokoladen vom langjährigen Partner COOPROAGRO (Dominikanische Republik). Durch die höheren Einnahmen über die GEPA und den Fairen Handel konnte die Kooperative eine Schule um ein neues Gebäude erweitern. Außerdem erhalten alle Kinder der Bauernfamilien nach den großen Ferien neue Schulsachen. Auch ein Sportplatz wurde gebaut.

 

Zucker

Der Faire Handel mit Zucker fördert gezielt Kleinbauern, die sich in Kooperativen organisiert haben. Bei den Mitgliedern handelt es sich überwiegend um kleinbäuerliche Familienbetriebe. Sweet Hearts und Mango Monkeys enthalten ausschließlich Bio-Rohrohrzucker der Kooperative Manduvirá aus Paraguay, eine Kleinbauern-Kooperative mit rund 1.750 Mitgliedern. Bereits seit 1996 setzen sie erfolgreich auf Bio-Anbau. Seit 2004 produzieren sie eigenen Bio-Rohrohrzucker – neben Gemüse zur Selbstversorgung - und vermarkten diesen auch selbst.

Auf ihre eigene Zuckerrohrfabrik sind die Mitglieder von Manduvirá besonders stolz. Für den Zuckermarkt in Paraguay, der sich um die sonst privaten Zuckerrohrmühlen monopolisiert hat, kommt das einer kleinen Revolution gleich. Zuckerrohr-Kleinbauer Antonio Vera: „Paraguay ist ein armes Land, und die Zuckerrohr-Bauern sind traditionell abhängig von Mühlen. Dadurch, dass wir einen Großteil unseres Zuckerrohrs selbst verarbeiten und verkaufen, sind wir von Bauern zu Produzenten geworden."
Natalia Nequi, Agrar-Ingenieurin und Projektmanagerin bei Manduvirá betont: "Der Faire Handel eröffnet den Bauern große Chancen. Mit neuen Technologien konnten wir unser Leben deutlich verbessern. Ich habe selbst lange auf dem Feld gearbeitet und jetzt sehe ich das fertige Produkt – das ist einzigartig!

 

Mangos

In Zusammenarbeit mit der WeltPartner eG (Fairhandelsgenossenschaft) unterstützen wir die Projekte der philippinischen Kinderrechtsorganisation PREDA.

Mit einem sicheren und fairen Einkommen für die meist indigene Landbevölkerung bekämpft PREDA die Landflucht, die aus behüteten Kindern erst Straßenkinder macht. Denn die Not von Kindern hat ihre Wurzeln in der Armut.

Mit dem Anbau von Mangos können für die Landbevölkerung über den Mangohandel existenzsichernde Perspektiven geschaffen werden. Aus diesen fair gehandelten Mangos werden u.a. die leckeren „Mango Monkeys“- Fruchtgummis als Wurfmaterial produziert. Die Mango Monkeys, gehören zum Sortiment der Jecken Fairsuchung und werden seit Jahren im rheinischen Karneval an die Jecken verteilt. 

 

 

Wo bekomme ich faires Wurfmaterial?

Außer den Mango Monkeys gibt es noch weiteres faires Wurfmaterial wie z.B. Fruchtgummi Sweet Hearts, Schokolade und Sesamriegel...

Der Vertrieb des fairen Wurfmaterials läuft ausschließlich über das

Fair-Handelszentrum Rheinland GmbH

Die aktuelle Preisliste der Session 2021/2022 finden Sie hier.

 

Informations- und Verkaufsstellen von weiteren Fairen Produkten und Süßwaren:

- 900 Weltläden bundesweit

- GEPA - The Fair Trade Company

WeltPartner eG

Faires Wurfmaterial gut erklärt von den Kindern der Grundschule Irisweg!

Ein Beitrag von Kölncampus zum Thema: Nachhaltigkeit im Karneval

Ein Karnevalszug ohne Kamelle? Geht das?
Im Interview dabei: Christoph Alessio von Tatort - Straßen der Welt e.V.

Der Faire Handel der Weltläden

Der Film erklärt, wie der Faire Handel der Weltläden funktioniert und was ihn so besonders macht.