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20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

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Fünf Tonnen fair gehandeltes Wurfmaterial in Monheim am Rhein

Bereits in der Session 2017/2018 hat die Stadt Monheim am Rhein allen Vereinen und Gruppen, die an den drei Monheimer Karnevalszügen teilnehmen, für insgesamt 50.000 Euro faire Kamelle zur Verfügung gestellt. Die Aktion kam so gut an, dass der Stadtrat 2019 seinen finanziellen Zuschuss nochmal verdoppelte und 135.000 Tüten mit gelatinefreien Fliegenden Herzen, 120.000 faire Schokoladen-Täfelchen und über 100.000 Tüten Mango Monkeys an seine 58 Karnevalsgruppen verteilte.

 

Zudem investierten auch acht Karnevalsgruppen, die 109er Action-Crew, die Funkenkinder, die Maatplatzjecke, die Peto, die Prinzengarde Blau-Weiß, das große Monheimer Prinzenpaar sowie die Boomberger Dorfgarde und der Kleingartenverein Knipprather Busch Teile ihres Kamelle-Budgets in fair gehandeltes Wurfmaterial.

"Das macht uns ganz besonders stolz", betonte neben Bürgermeister Daniel Zimmermann auch die städtische Fairtrade-Beauftragte Annika Patz.

 "Nicht umsonst sind wir als Stadt erst vor wenigen Wochen vom Verein Jecke Fairsuchung auch offiziell mit dem Titel Faire Jecken 2018/2019 ausgezeichnet worden - da dürfen sich alle Engagierten hier vor Ort mitausgezeichnet fühlen." Die Auszeichnung fand am Abend des 2. Februar 2019 vor über fünfhundert Gästen im Rahmen Prunksitzung der Großen Monheimer Karnevalsgesellschaft (Gromoka) im Festzelt am Rhein statt.

 

Die Stadt Monheim am Rhein, seit einigen Jahren Fair-Trade-Stadt, die sich auch als "Hauptstadt der Kinder" nachhaltig positioniert hat, hat sich damit auch als "Hauptstadt des fairen Handels" empfohlen: Wie keine andere Kommune in Deutschland zeigt sie den Spielraum auf, den Städte und Gemeinden bei der Förderung des fairen Handels haben.
Die Übergabe wurde mit Vorführungen des Monheimer Prinzenpaares und des Kinderprinzenpaares sowie den Tanzgruppen Gänselieschen und Finkenkindern gefeiert.

Auszeichnung des Vereins Jecke Fairsuchung

Die Jecke Fairsuchung setzt sich dafür ein, die Werte des Fairen Handels und fair gehandelte Produkte im gesamten Karneval zu verankern. Der Verein ruft daher schon seit Jahren alle Karnevalisten dazu auf, mindestens 10 Prozent ihres Budgets für Wurfmaterial für fair gehandelte Kamelle einzusetzen.
Seine Dankbarkeit brachte auch Gromoka-Sitzungspräsident Moritz Peters, stellvertretend für die tausenden Aktiven in den drei Monheimer und Baumberger Zügen, erneut zum Ausdruck: "Das ist kein rausgeschmissenes Geld. Es ist die Unterstützung einer Idee, von der der Karneval gerade auch bei uns besonders lebt - die Idee, anderen Menschen Freude zu bereiten - Freude die tausendfach zurückgegeben wird. Faire Kamelle passen dazu perfekt, weil wir unsere Freude damit sogar über das Rheinland hinaus teilen. Dass uns die Stadt dabei so unterstützt, nenne ich selbstbewusst alternativlos. Ich nenne es aber auch großartig. Wir wissen, dass wie hier als Karnevalisten eine Unterstützung erfahren, wie sie wohl kaum eine andere Stadt ihrem Karneval zu Gute kommen lässt."

 

In gleich zwei Video-Botschaften an Monheims Karnevalisten, eine davon sogar direkt vom Kinderschutzzentrum PREDA auf den Philippinen, brachten die beiden Schauspieler und beliebten Kölner Tatort-Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt ihre ganz persönliche Wertschätzung über die besondere Bewegung zum Ausdruck, die sich in der Fairtrade-Stadt Monheim am Rhein in den letzten Jahren entwickelt hat: "Ihr schmeißt für über 100.000 Euro fünf Tonnen fair gehandelte Kamelle auf euren Zügen. Das ist der Wahnsinn!"

 

 

 

 

 

Faires Einkommen

Was das dann insgesamt bewirkt, machten die beiden Kölner Tatort-Kommissare deutlich, die sich nach Erlebnissen bei Dreharbeiten seit über 20 Jahren für den Anbau fair gehandelter Mango-Früchte auf den Philippinen engagieren. Klaus J. Behrendt: "Die Mango Monkeys, die ihr schmeißt, sichern philippinischen Kleinbauern ein faires Einkommen, mit dem sie ihre Kinder zur Schule schicken können. Und wer hebt die Kamelle auf? Das sind unsere Kinder! Kinder, die sich die Frage stellen: Was is'n das eigentlich, faire Kamelle? Sie werden ihre Eltern dazu befragen. Und sie werden Antworten bekommen, die damit auch ein Bewusstsein für den Fairen Handel schaffen. Das ist super. Das ist ganz vorne. Dafür sagen wir vom Tatort-Verein Straßen der Welt: Dankeschön! Und herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung Faire Jecken 2019."

 

Hintergrundinformationen

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 Die Fairtrade-Stadt Monheim am Rhein

• Bereits seit 2014 darf sich die Stadt Monheim am Rhein offiziell als Fairtrade-Stadt bezeichnen.

• Der Titel wird vom Verein Fairtrade-Deutschland im Rahmen der bundesweiten Kampagne Fairtrade Towns an Städte vergeben, die das Thema auf kommunaler Ebene fördern und dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

• Das geschieht auf verschiedene Weise: nicht nur, dass in allen Ratssitzungen und im Büro des Bürgermeisters nur noch fair gehandelter Kaffee getrunken wird – das Thema wird auch mit verschiedenen Veranstaltungen immer wieder in die Öffentlichkeit getragen. Die Zusammenarbeit mit Aktiven in Vereinen und Schulen ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Auch Einzelhandel und Gastronomie sind Teil der Bewegung: einige führen bereits seit vielen Jahren Produkte aus Fairem Handel im Sortiment.

 

Der Faire Handel

• Der Faire Handel bedeutet mehr als eine gerechte Bezahlung: Er schließt auch soziale Rechte und ökologische Standards ein. Wichtig sind zum Bespiel Verbote von ausbeuterischer Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung. Neben fairen Arbeits- und Handelsbedingungen sowie Transparenz stärkt die Handelspartnerschaft außerdem Chancengleichheit und Bildungsmöglichkeiten. Auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zentrale Punkte.

• Der Faire Handel ist somit ein wichtiges Instrument, um Armut und Ausbeutung nachhaltig entgegenzuwirken – die Handelspartner begegnen sich dabei auf Augenhöhe.

• Auch Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren: Produkte aus Fairem Handel erfüllen hohe Qualitätsansprüche und stammen zu einem großen Teil aus biologischem Anbau.

• Der Verein Fairtrade Deutschland vergibt das Fairtrade-Siegel, das Produkte aus dem Globalen Süden kennzeichnet, die unter Einhaltung der unabhängig kontrollierten internationalen Fairtrade-Standards hergestellt wurden.

• Auch die Fair-Handels-Importeure bieten eine Garantie für die Einhaltung fairer Handelsbedingungen. Ihre Geschäftsstruktur ist ausschließlich auf den Fairen Handel und die enge Zusammenarbeit mit Produzentenorganisationen ausgerichtet.