Kinder brauchen keinen Knast –
sondern ein liebevolles Zuhause.

Perspektiven schaffen!
durch bessere Nahrungsmittelversorgung
für Aidswaisen in Kinderhaushalten.

Medizinische Grundversorgung in Müllbergsiedlungen

Bitte unterstützen Sie
unsere Projekte.
Mit Ihrer Spende.

Fairer Handel für nachhaltige Armutsbekämpfung.

Gleicher Schulstart für Kinder jeder Herkunft.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

Erfolge im Jahr 2019 im PREDA Mädchenhaus

Das PREDA Mädchenaus ist nach wie vor das einzige therapeutische Zentrum für Mädchen, die Opfer von sexuellem Missbrauch, kommerzieller sexueller Ausbeutung und Menschenhandel in der gesamten Provinz Zambales sind.

Das PREDA Mädchenaus betreute im Jahr 2019 insgesamt 107 Mädchen die Opfer von körperlichem und sexuellem Missbrauch, kommerzieller sexueller Ausbeutung und Menschenhandel geworden sind. 73 davon wurden im Jahr 2019 aufgenommen: 4 gefährdete Kinder, 4 wurden körperlich misshandelt, 30 sind Opfer des häuslichen sexuellen Missbrauch und 35 wurden kommerziell sexuell ausgebeutet.

Durch die emotionale Freisetzungstherapie drücken die Kinder all ihre aufgestauten negativen Gefühle oder Emotionen aus. Nach den Sitzungen und während der Beratungssitzungen wird ihnen klar gemacht, dass alles, was mit ihnen passiert ist, nicht ihr Fehler ist. Infolgedessen werden sie zuversichtlich und befähigt, sich zu äußern und ihre Geschichte auch vor Gericht zu erzählen.

Die Rolle der Eltern für die Heilung und Genesung der Kinder ist von entscheidender Bedeutung. PREDA bietet die Möglichkeit, eine enge Beziehung zwischen Eltern und Kindern aufrechtzuerhalten und die familiären Bindungen durch ständige Kommunikation zu stärken. Abgesehen von Telefonanrufen mehrmals pro Woche besteht die Hauptmethode zur Stärkung der familiären Bindungen darin, Hausbesuche, Besuche von Familienmitgliedern im Zentrum und zweimal im Jahr die Durchführung des Familientags zu arrangieren.

81 Kinder wurden von den Sozialarbeitern bei Besuchen in ihre jeweiligen Wohnungen begleitet. Einige durften zu besonderen Anlässen zu Hause bleiben. All dies zielt darauf ab, das Kind auf das Leben nach dem PREDA-Aufenthalt vorzubereiten und zu helfen, eine liebevolle und fürsorgliche Beziehung zu seiner Familie aufzubauen.

So konnten im Laufe des Jahres 2019  31 Mädchen wieder in ihre Familien integriert werden. Die meisten von ihnen erhalten weiterhin Nachsorgeleistungen. Eine PREDA-Sozialarbeiterin wird als Nachsorge-Sozialarbeiterin eingesetzt und hat die Aufgabe sicherzustellen, dass die Kinder bei ihren neuen Familien/Erziehungsberechtigten sicher sind, und -wann immer möglich- in die Schule gehen. 

Das Jahr 2019 übertraf die rechtlichen Erfolge von 2018 mit 18 Verurteilungen (gegenüber 17 im Jahr 2018).  Die meisten Täter erhielten lebenslange Haftstrafen. Dies ist bemerkenswert und ein Indikator für den Erfolg des PREDA-Programms, die Kinder zu heilen und sie zu befähigen, vor Gericht direkt, glaubwürdig und überzeugend gegen ihre Täter und Vergewaltiger auszusagen.

Ein bedeutender Erfolg für die Rechte der Kinder und ein großes Dankeschön an die Spender, die dieses Engagement ermöglichen!

PREDA Mädchenhaus

Etwa 80 Mädchen, die aus Zwangsprostitutionsverhältnissen befreit werden konnten oder Missbrauch in der Familie erleiden mussten haben Platz im Mädchenhaus von Preda. Das Haus liegt auf einem wunderbar in die Natur eingebettetem Grundstück, weit ab von den Bordellen und Bars der örtlichen Sex-Mafia. Die Mädchen sind in zwei Chalets mit mehreren Wohngruppen untergebracht. Ein weiteres Gebäude mit Gruppen- Unterrichts-, Therapie- und Büroräumen ergänzt das Schutzzentrum. Pädagogische und psychologische Fachkräfte betreuen die Mädchen rund um die Uhr, damit sie ihre furchtbaren Erlebnisse verarbeiten können. Die Mädchen gehen zur Schule, erhalten medizinische Versorgung, liebevolle Zuwendung und Unterstützung bei der Anklage gegen ihre Peiniger.

2014 konnte das neue, durch den Tatort-Verein mitfinanzierte Mädchenhaus in Betrieb genommen werden, nachdem das alte viel zu klein geworden war. Damit auch weiterhin möglichst viele Mädchen im Schutzzentrum neue Perspektiven aufbauen und ihre Erlebnisse verarbeiten können, werden zum Erhalt und Unterhalt des Hauses kontinuierlich Mittel benötigt. Marlyn Capio leitet das Kinderschutzhaus.

 

 

Mehr über Marlyn

Die 36-jährige Sozialarbeiterin ist oft verdeckt für die Kinderschutzorganisation PREDA unterwegs, häufig in Krisengebieten sowie in Bars und im Rotlichtmilieu. Dann ist sie auf der Suche nach sexuell ausgebeuteten jungen Mädchen. Viele von ihnen konnte sie so aus der Prostitution retten.

Marlyn Capios eigene Leidensgeschichte begann, als ihr Vater starb und ihr Stiefvater sie vergewaltigte, als sie zehn Jahre alt war. Mit 13 riss Marlyn aus, floh zu einer Freundin, lebte in Parks, musste betteln gehen. Von Kinderhändlern wurde sie in einer Sexbar zur Prostitution gezwungen. Als 14-jährige wurde das Mädchen mit gefälschten Papieren von Kinderhändlern für 3 Monate nach Deutschland gebracht, missbraucht und misshandelt.

Zurück in Manila lebte sie weiter auf der Straße als Kinderprostituierte. Marlyns dramatische Erlebnisse waren die Grundlage für den „Tatort Manila". Mit 14 Jahren wurde Marlyn von PREDAs Sozialarbeitern auf der Straße gefunden und befreit; sie kam ins PREDA Mädchen- und Kinderschutzzentrum. Sie besuchte wieder die Schule, schloss die Highschool erfolgreich ab und absolvierte mit einem Stipendium des Tatort-Vereins ein Studium als diplomierte Sozialarbeiterin.

Seither unterstützt sie die Kinderrechtsarbeit von Shay Cullen, kümmert sich um Straßenkinder und hilft vielen Kindern, die auch Opfer des Kinderhandels waren. Marlyn leitete auf den Philippinen hunderte Strafverfahren gegen Kinderschänder ein und hält auf der ganzen Welt gemeinsam mit Shay Cullen Vorträge über ihre Arbeit.

Marlyn spricht offen über ihren Weg in die Prostitution, über ihre Therapien und ihre Arbeit als Sozialarbeiterin bei PREDA: Sie geht in Hotels und schult die Mitarbeiter, woran sie die Sextouristen unter ihren Gästen erkennen. Sie schult regelmäßig unter anderem Eltern, Lehrer und Polizisten, warum die Mädchen vor Zuhältern geschützt werden müssen – immer vor dem Beispiel ihrer eigenen Vergangenheit.

Filmreportage: Marlyns Kampf gegen die Kinderprostitution

Deutsche Welle: „Es gibt noch viele Marlyns"

Brigitte Reportage: Es ist nicht vorbei   

PREDA: Schwerer Kampf gegen die Kinderprostitution

PREDA: Gerechtigkeit für missbrauchte Kinder