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Philippinen: PREDA bei der Konferenz der UN

Francis B. Bermido Jr. (o. r.), Präsident der PREDA Foundation in einer virtuellen Konferenz der Vereinten Nationen

PREDA reagiert auf die Pandemie; Leistungen bleiben ununterbrochen bestehen

Am 19. Mai 2021 wurde Francis B. Bermido Jr., Präsident der PREDA Foundation, zu einer virtuellen Konferenz der Vereinten Nationen mit dem Titel "Frontline Impact and Innovation: Grassroots Responses to Women and Girl Victims of Human Trafficking in Transitioning Beyond COVID-19" eingeladen. Bermido berichtete über das Programm von PREDA, das Opfern von sexuellem Missbrauch und Menschenhandel hilft und stellte die innovativen Ansätze vor, mit denen PREDA auf die COVID-19-Pandemie reagiert.

In seiner Präsentation berichtete Bermido über die aktuell 47 Kinder im therapeutischen Heim von PREDA. Das jüngste ist erst sechs Jahre alt, und alle erhalten eine ganzheitliche Reihe von biopsychosozialen Dienstleistungen, die darauf abzielen, ihre sozialen Fähigkeiten wiederherzustellen. Diese Leistungen beginnen ab dem Zeitpunkt, an dem die Kinder vor Missbrauch und Ausbeutung gerettet werden und laufen weiter bis zu ihrer Wiedereingliederung.

PREDA sorgt dafür, dass die Ausbildung der Kinder nicht unterbrochen wird. Sie sind entweder in einer formalen Schule oder in das alternative Lernsystem des Bildungsministeriums eingeschrieben. In der Zeit der Pandemie setzen die Kinder, die in der formalen Schule eingeschrieben sind, ihr Lernen fort, indem sie die von den Lehrern vorgegebenen Module erarbeiten. Die Mitarbeiter von PREDA bieten zusätzliche Unterstützung. Im therapeutischen Heim von PREDA gibt es verschiedene Freizeitaktivitäten - in Anerkennung des Rechts der Kinder auf Spiel und Freizeit - und auch, um die Langeweile zu lindern, die durch die Ausgangssperre entstehen kann. Ältere Mädchen werden im Kochen und Backen unterrichtet und wenn sie Interesse haben, erhalten sie eine Schweißerschulung und Fahrunterricht.

Das primäre therapeutische Hilfsmittel, das von PREDA eingesetzt wird, heißt Emotional Release Therapy. Sie ermöglicht es den Opfern, ihren vergrabenen Schmerz und ihre Wut frei auszudrücken und befähigt sie, damit umzugehen, emotional frei zu werden und ihre Geschichte mit Überzeugung und Glaubwürdigkeit zu erzählen, was zu einer erfolgreichen Strafverfolgung von Peiniger und Menschenhändlern führt.

Die Bereitstellung von Rechtshilfe ist ein integraler Bestandteil des PREDA-Programms. Allzu oft werden die Opfern aufgefordert, ihren Peiniger zu vergeben und einfach weiterzumachen. Die Opfer bekommen keine Hilfe und die Täter und Menschenhändler missbrauchen weiterhin viele weitere Kinder. Bei PREDA wird den Kindern beigebracht, dass zuerst die Gerechtigkeit kommt und dann die Vergebung. Das bedeutet, die Täter und Händler vor Gericht zu bringen und sie für ihre Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen. PREDA hat in seinen Kinderheimen Internetanschlüsse installiert, um die Teilnahme an Online-Anhörungen oder Videokonferenzen zu ermöglichen. Laut Bermido erreichen die von PREDA betreuten Kinder jedes Jahr durchschnittlich 15 Verurteilungen, was angesichts der langwierigen Gerichtsverfahren auf den Philippinen eine beachtliche Leistung ist.

Wenn sich ein Kind erholt hat und keine Gefahr mehr für seine Sicherheit besteht, wird es wieder in seine nächste und unterstützende Familie oder Verwandtschaft integriert. PREDA überwacht weiterhin die Situation der Kinder und bietet Hilfsleistungen, damit sie in der Schule bleiben.

Als die Pandemie 2020 ausbrach, gewann das Programm verstärkt an Bedeutung, da die Vorfälle von Kindesmissbrauch und -ausbeutung zunahmen und mehrere Kinderheime die Aufnahme neuer Klienten aus Angst vor COVID zurückstellten. Als Reaktion darauf richtete PREDA einen Raum ein, in dem neu aufgenommene Kinder bis zu 14 Tage in Quarantäne bleiben, um das Eindringen von COVID-19 in das Heim zu verhindern. Neu aufgenommene Kinder wurden einem Antigen-Schnelltest (RAT) unterzogen, der das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein des Antigens, das COVID-19 verursacht, feststellt. Auch wenn der RAT ein negatives Ergebnis liefert, müssen sich die neu aufgenommenen Kinder einer Quarantäne unterziehen, wenn auch für einen kürzeren Zeitraum.

PREDA organisierte einen privaten Shuttle-Service, der die Mitarbeiter:innen abholt, damit sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen, wodurch das Risiko einer COVID-19-Infektion minimiert wird. Der Zeitplan für die Mitarbeiter:innen wurde geändert, so dass sie länger, aber an weniger Tagen zur Arbeit erscheinen. Alle PREDA-Mitarbeiter:innen haben ihre zwei COVID-19-Impfungen erhalten.

Abschließend forderte Bermido die strikte Durchsetzung des Gesetzes gegen Kinderpornografie, das Internet Service Provider zur Installation von Sperr-Software verpflichtet, sowie die Anhebung des Alters für sexuelle Mündigkeit auf den Philippinen von 12 auf 16 Jahre. Mit ihrer Umsetzung werden diese Maßnahmen Tausende von philippinischen Kindern vor Missbrauch und Ausbeutung schützen.

Übersetzung aus dem englischen Text https://www.facebook.com/predaforchildren/posts/5690301417707559