Faire Kamelle bringt Fairen Handel in den Karneval. Wir setzen uns für Wurfmaterial ein, das Freude macht und zugleich Verantwortung übernimmt, für weniger Verschwendung, mehr Bewusstsein und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien im globalen Süden.
Kamelle gehören zum Karneval wie Kostüme, Musik und der Rosenmontagszug. Doch das klassische Wurfmaterial verändert sich: Viele Karnevalsgesellschaften setzen inzwischen stärker auf hochwertige Süßigkeiten. Günstiges Wurfmaterial verliert an Bedeutung, da es häufig auf der Straße liegen bleibt und im Müll landet.
Allein beim Kölner Rosenmontagszug 2026 wurden nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval rund 300 Tonnen Süßigkeiten und Kamelle geworfen. Hinzu kamen 700.000 Schokoladentafeln, 220.000 Schachteln Pralinen und 300.000 Strüßjer. Nach der Session 2026 mussten in Köln mehr als 460 Tonnen Müll entsorgt werden. Ein erheblicher Teil davon waren liegengebliebene Kamelle und deren Verpackungen.
Geht das nicht anders? Können wir Karneval feiern, weniger Müll erzeugen und gleichzeitig Gutes tun?
Genau hier setzt die Idee der Fairen Kamelle an. Sie verbindet rheinisches Brauchtum mit dem Fairen Handel, Bildungsarbeit und internationaler Verantwortung. Statt beliebiger Massenware sollen im Karneval stärker Produkte eingesetzt werden, die unter fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt werden. So wird aus Wurfmaterial ein sichtbares Zeichen für einen nachhaltigen, weltoffenen und solidarischen Karneval.
Faire Kamelle unterstützt insbesondere Kleinbauernfamilien im globalen Süden. Durch faire Preise und verlässliche Handelsbeziehungen können sich ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen langfristig verbessern.
Ein besonderer Fokus unserer Arbeit liegt auf den Philippinen. Dort liegen die Anfänge unseres Vereins, und bis heute sind wir dem Land und den Menschen eng verbunden. Wir arbeiten dort eng mit PREDA Fairtrade zusammen und unterstützen vor Ort den Fairen Handel. Dieser hat sich als wirksames Mittel gegen Armut und Landflucht bewährt. Durch die Aktivitäten von PREDA Fairtrade erhalten Kleinbauernfamilien, insbesondere das indigene Volk der Aeta, ein regelmäßiges und faires Einkommen. Selbst bei Missernten oder Schädlingsbefall garantiert der Faire Handel feste Abnahmepreise. So werden Familien und lokalen Gemeinschaften nachhaltige Perspektiven eröffnet.
Die Mango Monkeys-Fruchtgummis von WeltPartner sind nicht nur ein köstlicher Snack in Bio-Qualität, sondern tragen auch aktiv zur Kinderrechtsarbeit unseres Kooperationspartners PREDA auf den Philippinen bei.
Die Mango Monkeys eignen sich hervorragend als Faires Wurfmaterial. Sie sind handlich, beliebt und verbinden süßen Genuss mit einer klaren sozialen Botschaft. Seit Jahren werden sie auch im rheinischen Karneval verteilt und zeigen, wie Karneval nachhaltiger, fairer und solidarischer gestaltet werden kann.
Die leckeren Fruchtgummis sind übrigens auch in einer veganen Variante als kleine Schutzengelchen erhältlich.
Mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bringen wir den Fairen Handel in den Karneval. Wir möchten zeigen, dass Tradition und Verantwortung sehr gut zusammenpassen.
Unsere Ziele sind:
Das Sessionsmotto des Kölner Karnevals 2027 lautet „Morje es, wat do drus mähs!“ Es stellt die Zukunft in den Mittelpunkt und ruft dazu auf, Verantwortung nicht nur einzufordern, sondern selbst zu übernehmen.
Genau daran knüpft unsere Idee der Fairen Kamelle an. Denn auch im Karneval entscheidet sich Zukunft im konkreten Handeln: bei dem, was wir kaufen, was wir werfen und welche Werte wir mit unserem Brauchtum sichtbar machen.
Faire Kamelle steht für nachhaltigeres Feiern, Fairen Handel und weltweite Solidarität. Sie unterstützt Kleinbauernfamilien im globalen Süden und zeigt, dass Karneval Freude machen und zugleich Verantwortung übernehmen kann.
Werden Sie Teil unserer Bewegung, die Karneval nicht nur fröhlicher, sondern auch gerechter gestaltet! Als BotschafterIn für Faires Wurfmaterial können Sie ein starkes Zeichen setzen und aktiv zu einer besseren Welt beitragen:
Bekämpfen Sie Armut, indem Sie gerechte Preise für Produzentinnen und Produzenten fördern. Unterstützen Sie lokale Projekte in Anbauregionen, die Gemeinschaften stärken und schaffen Sie so nachhaltige Perspektiven.
Gemeinsam mit Ihnen machen wir den Karneval nicht nur bunter, sondern auch verantwortungsbewusster. Seien Sie dabei und inspirieren Sie andere, mitzumachen.
Faires Wurfmaterial kann über Fair-Handelszentrum Rheinland GmbH, WeltPartner eG, Weltläden und GEPA bezogen werden.
Die Jecke Fairsuchung setzt sich seit 2001 für ein weltoffenes, tolerantes und nachhaltiges Karnevalsbrauchtum ein. Sie begann als landesweite Kampagne in Nordrhein-Westfalen und wurde 2006 in den Verein Jecke Fairsuchung e.V. überführt. Von 2019 bis 2025 war die Jecke Fairsuchung ein Projekt von Tatort Straßen der Welt e.V. Heute wird die Initiative vom ehemaligen Vorstand der Jecken Fairsuchung e.V. weitergeführt.
Die Idee bleibt aktuell: Karneval soll Freude machen, Menschen verbinden und Verantwortung übernehmen. Faire Kamelle ist dafür ein konkreter, sichtbarer und gut verständlicher Schritt.
Wir waren mit der Idee der Fairen Kamelle unter den drei Finalisten für den Fairtrade Award 2024.
Die Verleihung fand am 6. Juni 2024 im Wintergarten Berlin statt. Der Award wurde von Fairtrade Deutschland zum neunten Mal verliehen und ehrt KandidatInnen, die sich für globale Handelsgerechtigkeit und Klimafairness einsetzen.
Vielen Dank für die tolle Auszeichnung!