Kinder brauchen keinen Knast –
sondern ein liebevolles Zuhause.

Perspektiven schaffen!
durch bessere Nahrungsmittelversorgung
für Aidswaisen in Kinderhaushalten.

Medizinische Grundversorgung in Müllbergsiedlungen

Bitte unterstützen Sie
unsere Projekte.
Mit Ihrer Spende.

Fairer Handel für nachhaltige Armutsbekämpfung.

Gleicher Schulstart für Kinder jeder Herkunft.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

Rebecca Lolosoli - Umoja

Rebecca Lolosoli, eine Kämpferin für Frauenrechte aus dem Stamm der Samburu - genannt "Mama Mutig", floh aus ihrem Dorf und gründete mit anderen Frauen das erste Frauendorf Kenias und die Selbsthilfegruppe Umoja Uaso Women Group.

Die Samburu leben von ihren Viehherden und haben sich bis heute zum größten Teil jeder Veränderung wiedersetzt. Ihre Traditionen sind denen der Massai sehr ähnlich. Die Kultur der Samburu ist kompliziert - und frauenverachtend.

Rebecca Lolosoli gründete 1990 das erste Frauendorf in Afrika: Umoja. Hier finden Frauen mit ihren Kindern Zuflucht vor häuslicher Gewalt, Genitalverstümmelung sowie Frühverheiratung und Zwangsehen. Sie kämpft im Norden Kenias gegen Sitten und Bräuche, die über Generationen hinweg gewachsen sind und von den Samburus als "kulturelle Güter" bezeichnet werden.

"Wir wollen, dass unsere Töchter später ein besseres Leben haben als wir. Bildung ist der Schlüssel zu allem", betont Rebecca Lolosoli.

Rebecca Lolosoli kämpft seit mehr als 20 Jahren für ein selbstbestimmtes Leben für Frauen und ihre Kinder, Bildung für alle, wirtschaftliche Stärkung und politische Einflussnahme. Das Wohl der Frauen und Kinder steht dabei im Vordergrund.

Im Juli 2012 wurde Rebecca Lolosoli von einem deutschen Unternehmen beim Bau der dorfeigenen Grundschule unterstützt, die im Mai 2014 eröffnet werden konnte. Diese Schule erhielt von der kenianischen Schulbehörde die Zertifizierung als Privatschule.

Der Verein Freundeskreis Umoja e.V. aus Grevenbroich unterstützt Rebecca Lolosoli seit mehr als zwei Jahren. Der Tatort-Verein unterstützt den Freundeskreis in der Umsetzung der Ziele Bildung, körperliche Unversehrheit sowie Rechte für Frauen und Kinder.

In 2019 unterstütz der Tatort-Verein die Erweiterung der dorfeigenen Schule um vier Klassenräume, eine Küche und ein Lehrerzimmer.

Mit Hilfe des Freundeskreis können Patenschaften für die Schulzeit eines Mädchens aus mittelosen Familien übernommen werden, wenn die Eltern den Verzicht auf Genitalverstümmelung an ihren Töchtern durch einen schriftlichen Vertrag erklären.

Antonia Waskowiak - Bena Academy

Antonia, eine junge deutsche Frau, leitet die Bena Academy, die inzwischen eine angesehene private Grundschule ist. Aktuell besuchen 354 Schüler*innen die Schule, die sich auf den Kindergarten und die 1.- 8. Klasse verteilen. Bei den letzten Vergleichsexamina schnitten sie als zweitbeste der Region ab.

Langfristig ist es Antonias Absicht, dass die Mädchen in Bena nicht mehr verstümmelt werden. Sie sollen dabei sowohl von den männlichen Klassenkameraden, als auch dem Lehrerkollegium tatkräftig unterstützt werden. Ein wichtiger Baustein hierfür ist der Aufklärungsunterricht, der inzwischen in den Schulalltag integriert ist.

Um die Schule zu finanzieren hat Antonia den Verein Zinduka e.V. gegründet. Durch den Verein wird die Schule finanziert, sowie drei weitere Schülerinnen in Secondary Schools und drei Patenkinder in Umoja. Antonia und Rebecca arbeiten sehr erfolgreich im Kampf gegen die Genitalverstümmelung zusammen und haben ein zusammen das sehr beeindruckende Projekt Malezi initiiert.

 

Rescue Camp

Alle zwei Jahre im Dezember, wenn in den Dörfern die Beschneidungen stattfinden, können die Mädchen zu ihr in die Schule in ein Rettungscamp (Rescue Camp) kommen. Dort sind sie sicher, sie werden über die Verstümmelung aufgeklärt und ihnen wird bewusst gemacht, dass sie sich auch dagegen entscheiden können.

Nach dem erfolgreichen Camp im vergangenen Dezember kamen einige neue Schülerinnen, die das Camp besucht und Vertrauen zu Bena Academy gefasst haben.

Unser Kontakt zu Antonia kam über den Freundeskreis Umoja e.V. zustande.

Weitere Informationen über Antonias Arbeit