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Fairer Handel für nachhaltige Armutsbekämpfung.

Gleicher Schulstart für Kinder jeder Herkunft.

20 Jahre Tatort – Straßen der Welt e.V.

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Über uns

Aktuelles:

September 2021: Wir waren auf der Fair Trade Night in Köln dabei!

Die Jecke Fairsuchung als Kampagne, Verein und Projekt

Im Jahr 2001 startete die Jecke Fairsuchung als landesweite Kampagne in NRW. Mit wachsendem Erfolg wirbt sie seitdem für Faire Kamelle und hat so eine neue Marke im Sortiment der Karnevalssüßigkeiten geschaffen. Von 2006 bis 2019 als Jecke Fairsuchung e.V. vergrößerte sich der Erfolg der Fairen Kamelle im Rheinland und Bundesweit. Seit 2019 ist die Jecke Fairsuchung ein Projekt des Tatort Straßen der Welt e.V.. So leistet die Jecke Fairsuchung einen Beitrag zur Armutsbekämpfung durch Fairen Handel und den Einsatz für Kinderrechte.

Die Jecke Fairsuchung setzt sich seit Gründung der Kampagne für ein weltoffenes und tolerantes Karnevalsbrauchtum ein. Damit wird ein Beitrag zum globalen und interkulturellen Lernen am Beispiel des Fairen Handels im Karneval geleistet.

Unser Leitbild

Wir

  • unterstützen ein weltoffenes und tolerantes Karnevalsbrauchtum
  • gewinnen Förderer und Freunde für die Idee des Fairen Handels im Karneval
  • schaffen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Medienarbeit im Umfeld des Karnevalsgeschehens ein Bewusstsein für kulturelle Vielfalt und Verantwortung in der Einen Welt
  • motivieren Karnevalsvereine und Schulen globale Entwicklungen kritisch zu reflektieren und solidarisch mitzugestalten
  • leisten einen Beitrag zu globalem und interkulturellem Lernen am Beispiel des Fairen Handels im Karneval
  • setzen uns ein für mehr Gerechtigkeit in den Handelsbeziehungen unseres Landes und schaffen mit der Ausweitung des Fairen Handels beispielhaft gerechtere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und Süd
  • bilden ein Netzwerk von engagierten Kommunen, Vereinen, Initiativen und lokalen Agenda21-Kreisen und fördern deren Kommunikation und Austausch

Die Jecke Fairsuchung fördert die Idee des Fairen Handels im Karneval. Das bedeutet, dass wir hauptsächlich Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu diesem speziellen Thema leisten. Ansprechpartner hierfür ist unser Bildungsreferent für den Fairen Handel: Christoph Alessio

Email: Christoph.Alessio(at)tatort-verein.de oder jeckefairsuchung(at)tatort-verein.org

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Christoph Alessio und Ulrike Thönniges von "Jecke Fairsuchung" (Bild: Fairtrade Deutschland/Anna-Maria Langer)

 

2021, anlässlich des Jubiläums "10 Jahre Fairtrade-Stadt Köln" zeigen in einer Foto-Ausstellung Aktive der Fairtrade-Stadt Köln, was für sie das faire Köln ausmacht. Auch wir sind natürlich dabei!

Hier geht es zur virtuellen Ausstellung.

Historie der "Jecken Fairsuchung"

Kampagne

v.l.: Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär und Jean Pütz (2002)

Die Sessionen 2000 und 2001: Im Agenda 21-Themenkreis "Köln in globaler Partnerschaft" entstand die Idee. Einführung einer wirklichen Innovation im Kölner Rosenmontagszug:

Kamelle aus Fairem Handel und biologischer Produktion!

Eine Handvoll ehrenamtlicher Aktivisten machte sich schließlich auf zu den großen Kölner Vereinen. Man fand zwar Gehör, wurde aber zunächst als Weltverbesserer belächelt und nicht ernst genommen.

Ende des Jahres 2001 startete man einen erneuten Versuch, die Kampagne auf die Beine zu stellen.

Karnevalszug in Düsseldorf

Die Session 2002: Erste Erfolge waren sichtbar, aber man musste Glück haben, um einen fair gehandelten Schokoriegel zu ergattern. Unter den hunderten Tonnen Wurfmaterial der Kölner Karnevalszüge fanden sich erst wenige Zentner fair gehandelter Wurfgeschosse.

Ein Anfang war gemacht. Die Schüler und Eltern des Kölner Dreikönigs-Gymnasiums hatten zehn Prozent ihres süßen Kontingentes auf faires Material umgestellt. Im Südstadtzug warf der Verein Südstadtkinder 2000 Schokotäfelchen aus fair gehandelten Rohstoffen. Das Albertus-Magnus-Gymnasium, das Heinrich-Mann-Gymnasium und die Hauptschule Kalk hatten sich säckeweise mit getrockneten Ananasstückchen einer Landkooperative aus den Philippinen eingedeckt.

Anderen Ortes machte sich der Gedanke auch schon breit: Beim Kappessonntagszug in Neuss warfen bereits der Bürgermeister und der Prinz faire Kamelle. Die Stadtwerke Düsseldorf bestückten als erstes großes Unternehmen der Region ihren Rosenmontagswagen mit 7.500 fairen Sesamschnitten - fast ein Viertel der gesamten Ladung. Der Kinderzug Brühl-West und Karnevalisten aus Hürth waren ebenfalls der "Jecken Fairsuchung" erlegen.

Die Session 2003: Ein erfolgreicher Start in die nächste Karnevalssession war die Pressekonferenz am 18.11.02 in Köln mit knapp einhundert (!) Teilnehmern.

Bereits im Jahr 2003 zeichnete dann die damalige Landesregierung NRW das Projekt als ein „Best Practise Beispiel“ mit Vorbildcharakter für praktizierte Nachhaltigkeit im Lande aus. Schirmherr der Kampagne waren der Oberbürgermeister der Stadt Köln Fritz Schramma und Fernsehmoderator Jean Pütz. Tatkräftige Unterstützung leisten bis heute die beiden Schauspieler Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. Jecken Zuspruch erfuhr die Kampagne neben zahlreichen Karnevalsvereinen und Schulen beispielsweise durch die Brühler Dreigestirne 2003 bis 2006, das Stommelner Dreigestirn 2004, das Prinzenpaar 2004 aus Neuss, das Carneval Comité und die Tollitäten 2004 aus Oberlahnstein, die Beuler Wiever, die Karnevalsjugend Dortmund und die Stadtwerke Düsseldorf, die sich aktiv für die Ziele der Kampagne einsetzten.

Verein

Am 22.06.2006 war es nun soweit. Über dem Platz, wo der Rosenmontagszug beginnt, trafen sich die Karnevalisten und Aktiven aus Brühl, Wuppertal, Köln und Dortmund, um nach vielen Jahren erfolgreicher Kampagnenarbeit einen gleichnamigen Verein zu gründen: "Jecke Fairsuchung e.V.".

Die Präsidentin des Kölner Karnevalsereignisses "Deine Sitzung" moderierte mit viel Witz die Talkrunde auf dem Gründungsevent in der Severinstorburg.

Als neues Vorstandsteam wurden Ulrike Thönniges aus Köln, Roland Pareik aus Köln und Rohland Mohlberg aus Brühl gewählt. Auch die Kölner Tatortkommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt waren gekommen, um ihre weitere Unterstützung der fairen Idee im Karneval zu unterstreichen. Bereits seit Beginn der Kampagne im Jahre 2002 sind die beiden prominenten Schauspieler mit ihrem eigenen Verein „Tatort-Straßen der Welt“ dabei.

In der Präambel des Vereinsleitbildes heißt es: "Der Jecke Fairsuchung e.V. ist ein Zusammenschluss und eine Plattform von Menschen und Initiativen, die sich für die Idee des Fairen Handels und eine Verbreitung von fair gehandelten Produkten im Karneval engagieren". Neben einer Bildungs- und Informationsarbeit für den Fairen Handel wirbt der Verein für fair gehandeltes und speziell verpacktes Wurfmaterial wie z.B. Bio-Schokotäfelchen, Maniokchips aus Indonesien und Mango-Fruchtgummis aus den Philippinen – die "Fairen Kamellen" – sowie Schnittblumen aus menschen- und umweltschonender Produktion – die "Fairen Strüssjer". Langfristig wünscht sich die Initiative einen "fairen" Anteil von 10 Prozent an den Ausgaben für Wurfmaterial im Straßenkarneval.

Faire Jecken 2006/2007 -Karnevalsjugend Dortmund

Schon vor der Vereinsgründung hatte die Jecke Fairsuchung damit begonnen besonderes Engagement für die Fairen Kamelle mit dem Titel "Faire Jecken" auszuzeichnen. Im Laufe der folgenden Jahre konnte so die Aktivität vieler Karnevalsgruppen, Vereine oder einzelner Menschen für den fairen Handel gewürdigt werden. Zu den Preisträger*innen gehörten unter anderem: 

Das Alte Beueler Damenkomitee von 1824 e.V., die Karnevalsjugend Dortmund, die Stadtwerke Düsseldorf, die Kölner Stunksitzung, Manfred Holz, Globetrotter und das Reiterkorps Jan von Werth, die Gemeinschaftsgrundschule Irisweg Köln-Porz, der Karnevalsausschuss Neuss, Ulrike Wolff Metternich, die Stadt Monheim am Rhein oder die Evangelische Jugend Bad Honnef.

Einige dieser Preisträger*innen unterstützen die Idee der Jecken Fairsuchung schon seit Beginn.

Seit 2015 engagiert sich die Jecke Fairsuchung auf der Fair Trade Night in Köln, einer Veranstaltung auf der sich die Breite und Vielfältigkeit der Fairen Initiativen, Vereine und Geschäfte präsentiert. Bei diesen entspannten und informativen Abenden haben eine wachsenden Zahl von Besucher*innen die Möglichkeit genutzt, neues aus dem Bereich des Fairen Handels zu entdecken.

Auch an der Aktion "Tag des Guten Lebens" hat die Jecke Fairsuchung im Rahmen der Mitarbeit in der Fair Trade Town Steuerungsgruppe wiederholt mitgearbeitet. 

Projekt

Um die Zukunft der Jecken Fairsuchung zu sichern, wurde der "Jecke Fairsuchung e.V." im Jahr 2019 ein Projekt des Tatort – Straßen der Welt e.V..

Damit kann die Idee, den Fairen Handel im Karneval zu verankern und einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt zu leisten, auch in der Zukunft weitergeführt werden.